Welches CMS soll verwendet werden? |
| Veröffentlicht von frescoDesign (admin) am 15.11.2011 |
| Blog >> Content Management Systeme (CMS) |
Wir haben uns in den letzten Jahren auf vier Systeme aus dem Open Source Bereich spezialisiert. Dem Kunden entstehen daher nur für die technische Umsetzung und das Design Kosten, aber nicht für das System selbst. Mit diesem Artikel wollen wir diese CMS-Systeme ein wenig vorstellen und ihre Einsatzgebiete definieren.
WebsiteBaker
Dieses CMS kommt bei uns am häufigsten zum Einsatz. Es ist äußerst einfach und schnell in der Installation und benötigt wenige Resourcen auf dem Server. Standardmäßig sind schon alle Funktionen für den produktiven Einsatz vorhanden. So finden wir ein einfaches News-System und den obligatorische Texteditor, um neue Seiten zu erstellen. Duch freie Module kann der Funktionsumfang problemlos erweitert werden. Die Benutzerverwaltung erlaubt detaillierte Rechtevergabe für einzelne User, damit mehrere Personen unterschiedliche Bereiche berabeiten können. Der WebsiteBaker ist durch die weitgehend selbsterklärenden Funktionen schnell zu erlernen und benötigt von unserer Seite nur eine kurze Einführung für den Kunden.
Eingesetzt wird dieses CMS vor allem bei der kleinen Website, auf der nur Informationen und eventuell ein Kontaktformular zu Verfügung gestellt werden. Klein steht hier aber nicht für den Umfang des Inhalts, sondern für die unterschiedliche Funktion auf der Seite. Die Anzahl der Unterseiten spielt keine Rolle und ist theoretisch unendlich. Doch soll die Website interaktives Verhalten an den Tag legen, stößt der WebsiteBaker schnell an seine Grenzen. Zwar gibt es die Möglichkeit registrierte User für private Inhalte zu verwalten, aber das wars dann auch schon. Anwendungen wie Foren oder Communities scheitern an der "Einfachheit" des Systems.
WordPress
Ursprünglich als Blog-Software entwickelt, kann WordPress mittlerweile auch als vollwertiges CMS eingesetzt werden. Nach der Installation sind vor allem Funktionen für den Einsatz als Weblog schon vorhanden und lassen keine Wünsche offen. Nach einer kurzen Einrichtung kann dann auch sofort losgelegt werden. Die mitgelieferten Layouts sind sehr ansprechend und einfach anzupassen. Auch ist das Angebot an kostenlosen Design sehr umfangreich. Das garantiert eine schnelle und problemlose Umsetzung für den eiligen Kunden. Der Verwaltungsbereich ist sehr modern und intuitiv zu bedienen. Die wichtigsten Funktionen sind schnell erlernt und versprechen schnellen Erfolg für den Websitebetreiber.
Trotz aller CMS-Funktionen sehen wir WordPress aber nach wie vor als Lösung für Blogger und Newsportale. Durch den hohen Bekanntheitsgrad des Systems, haben wir aber immer wieder Anfragen für genau dieses CMS. Für die schnelle und doch ansprechende Website mit einem durchdachten News-System, können wir WordPress jedoch uneingeschränkt empfehlen.
Joomla
Dieses System war früher bei uns sehr häufig im Einsatz. Nach vielen Problemen im Projekt-Management und ständigen Sicherheitslücken, stellen wir die Verwendung komplett ein. Mittlerweile sind aber anscheinend die Hausaufgaben gemacht worden und eine Testinstallation war vielversprechend. Joomla eignet sich vor allem für den internetbegeisterten Kunden, der so viel wie nur möglich selbst umsetzen will. Es gibt unzählige Erweiterungen und Komponenten, mit denen aus Joomla fast alles gemacht werden kann. Doch hier steckt auch die Gefahr drin. Schnell ist das System durch unnötige Zusatzmodule aufgebläht, wird instabil und schwerfällig. Wirklich gute Module und Layout finden sich nur bei professionellen Anbietern. Hier verschwimmt der Open-Source-Gedanke für uns zu sehr. Doch wenn der Kunde dieses Geld investieren möchte, wird er mit tollen Web 2.0 Effekten belohnt.
Drupal
Der Mercedes unter CMS-Systemen. Drupal kommt vor allem bei großen Projekten mit Datenbankanwendungen zum Einsatz. Bei anderen Systemen können die Funktionen durch zusätzliche Module erweitert werden. Ist die Anforderung aber zu speziell, muss aufwendig neu programmiert werden. Anders bei Drupal. Hier wird eine Anwendung mit Hilfe eines Framework individuell zusammengestellt. Doch diese Flexibilität und Skalierbarkeit hat ihren Preis. Die Installation ist sehr aufwendig und treibt die Kosten in die Höhe. Auch ist eine so aufwendig erstellte Website von einem Laien nur bedingt zu verwalten.
Zuletzt geändert am: 16.11.2011 um 03:42
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